Stadthalle

AKTIV! im Dialog über eine neue Mehrzweckhalle
Sport und Kultur unter einem Dach bedarf einer vorausschauenden Lösung

Die neue Großbottwarer Wählervereinigung Aktiv! hatte am 4. April 2009 zum Bürger-Dialog über die neue Mehrzweckhalle eingeladen. Viele interessierte Vereinsvertreter und Großbottwarer Bürgerinnen und Bürger kamen zum Gespräch in die Bottwartal-Kellerei. Drei politische Zielmarken wurden deutlich: Breite Ausschreibung für intelligente Nutzung, zügige Beantragung von Fördergeldern, flexible Zwischenlösung für die Übergangsphase.

Das Projektteam von Aktiv! hat zahlreiche schriftliche und persönliche Stellungnahmen ausgewertet und zieht folgendes Fazit: „Die einzelnen Bedürfnisse der Interessensgruppierungen könnten zu unnötigen Spannungen zwischen den sporttreibenden und kulturschaffenden Vereinen und Gruppen führen – und das muss vermieden werden“, zieht Gisbert Chluba Bilanz, der gemeinsam mit Michael Müller die Dialogveranstaltung moderiert hat. Neben den Vereinen müssten zudem die Wünsche der Jugendlichen und der Senioren Berücksichtigung finden.

Auch Michael Müller betont: „Eine Stadt- und Kulturhalle für Feierlichkeiten und den Austausch der Bürgerinnen und Bürger kann nur schwer als Sportarena dienen“. Aktiv! fordert daher eine richtungsweisende Stätte für Großbottwar und für kulturelle Veranstaltungen im ganzen Bottwartal. Genauso benötigt werden Räumlichkeiten für Versammlungen und Feiern. Kegeln ist Kultur und dient der Geselligkeit, ist ein Bindeglied zwischen Generationen und auch Wettkampfsport. Deshalb spricht sich Aktiv! für den Bau einer wettkampftauglichen Kegelanlage ebenso aus, wie für die Nutzung der bestehenden Anlage in der alten Stadthalle, so lange die Anlage noch genutzt werden kann und keine neue gebaut wurde.

„Eine Halle ohne Bewirtung ist eine tote Halle. Dies zeigt sich ja deutlich nach dem Weggang des Pächters aus der bestehenden Stadthalle“, so der Vorsitzende von Aktiv!, Thomas Haag. Ein Restaurant für den Tagesbetrieb und eventuell für das Catering bei Veranstaltungen sollte nach Meinung der Aktiven! ein fester Bestandteil der Halle sein. Die Verpachtung der Gastronomie sollte unabhängig vom Saal erfolgen. Den Vereinen ist somit die Möglichkeit gegeben, im Foyer zu bewirten oder alternativ die Bewirtung zu vergeben.

Um die Wirtschaftlichkeit - also Finanzierung, Unterhalt und Effizienz der Halle - zu gewährleisten, halten die Aktiven! ein Vermarktungsmanagement für empfehlenswert. Dass der Bau nach energiesparenden Maßstäben ausgeführt werden muss, versteht sich von selbst.

Für den Sport orientiert sich Aktiv! am Beispiel der Stadt Marbach und empfiehlt eine zusätzliche reine Trainingshalle, die ihre Wirtschaftlichkeit durch moderne Energietechnik (z.B. Solarenergie) erzielt. Eine solche Halle könnte auch alternativ in Winzerhausen gebaut werden. Man rechnet in Marbach jährlich mit ca. 40.000 Euro Einnahmen durch Solarstromerzeugung bei einer Investition von ca. einer Million Euro. Des Weiteren stehen Großbottwar Fördergelder aus Bildungs- und Infrastrukturpauschale zu. Diese müssen allerdings bis zum 20. April 2009 beantragt werden. So könnte nach Meinung von Thomas Haag diese Halle selbsttragend sein und die angespannte Situation in den Großbottwarer Sporthallen - speziell im Winterhalbjahr - wäre für alle Beteiligte Vergangenheit. Aktiv! hat diese Informationen den Großbottwarer Gemeinderatsfraktionen ebenso übermittelt, wie den Verantwortlichen der Verwaltung.

Mit einem solchen Konzept würde Großbottwar dem demographischen Wandel der Stadt und dem gesamten Bottwartal richtungsweisend Rechnung tragen.


Ergebnisse des ersten Aktiv!-Dialogs

files/bilder/2009/gal_stadthalle/Halle 28 Tafeln-k.JPG


Der Dialog geht weiter!